Zum Tod lachen
Ein Lese-, Spiel- und Singabend
mit Werner Brix, Josef Hader, Tini Kainrath, Lukas Resetarits und Erwin Steinhauer
Chromatisch begleitet von Robert Kastler an einem geeigneten Tasteninstrument.
Mit Überraschungsgästen ist zu rechnen...
Vor 70 Jahren hat ein Installateur namens Adolf Hitler seine ideellen Rohre bis nach Österreich verlegt und unsere geliebte Heimat "angeschlossen", wie es unter uns Professionisten heißt, um uns fortan auf schnellem Wege mit diversen Gedanken zu versorgen, sprich: uns sein krankes System auf unsere arischen Augen zu drücken. Wir, die wir die ganze - Wortspiel - "Geschichte aus der Geschichte" kennen, tun uns leicht, über die Blindheit der Leute damals zu schimpfen, umso bewundernswerter müssen für uns jene gelten, die damals ahnend, was da auf die Menschheit zukommt, ungeniert und scheinbar furchtlos laut "das Maul aufgerissen" haben, um mit Ironie einem grausamen Wandel entgegen zu treten: Die Kabarettisten und Theatermacher. Ob Grünbaum, Farkas, Soyfer, Friedell, Morgan, die Roten Spieler. Ob Jude oder Sozi: wurde einer zu laut, wurde er zum Schweigen gebracht und verfolgt, nicht selten bis zur Letalität. Klingt, war und ist fürchterlich. Nicht zuletzt, wenn man die Geschehnisse damals mit den heutigen vergleicht (Ja, wir reden vom Rechtsruck). Trotzdem wird dieser Abend keine Trauerfeier werden. Im Gegenteil. Denn was läge unseren Vorfahren ferner, als sich beweinen zu lassen. Sie und wir waren und sind Menschen, die den Humor lieben. Also wollen wir lachen und zum Lachen bringen. Mit den Werken Jener und unseren eigenen Texten und Liedern.
Der Erlös der Veranstaltung wird einem geeigneten Projekt des von Otto Tausig unterstützten Entwicklungshilfeklubs (www.eh-klub.at) zugute kommen.
