Trotzdem schönen Abend

Wiederum ein anderer, ungewohnter, unverwechselbarer Prokopetz, der da nur von Refrains der besten Musik der letzten fünf Jahrzehnte* und zwei Black Outs unterbrochen, ununterbrochen auf der Bühne steht und uns in pointierter Treffsicherheit von der tragisch-komischen Elegie des Scheiterns erzählt. Das Leben eines Alleinunterhalters. Teils beinahe dokumentarische Wirklichkeit, teils scharfe Metapher auf das eigene Metier, mit opulenten Ausflügen ins Alltägliche, ins Beunruhigende, ins Abgründige, ins Abstruse, ins Unfaßbare; mit einem Wort ins Österreichische. Und was Prokopetz daraus macht, daß er just dieses Programm wegen mentaler Indisposition nicht spielen, aber aus rein finanziellen Gründen sich eine Absage nicht leisten kann, das sehen sich am besten alle selber an. *...von "Volare" über "Bella, bella Marie", "La Paloma", "Papa Joe", "Proud Mary", "Crocodile Rock", "Next Door to Alice", "I just call to say I love you", bis "Good by my love, good by..."

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