Liebesglut

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Ein gar liederliches Lustspiel

Wien im Wonnemonat Mai:
Im Prater blühn wieder die Bäume,
am Gürtel hingegen die Rosen – und auch einige andere aparte Asphaltblüten.

Die Luft ist lau, vom Pissoir her weht ein würziges Düftchen und allerorts lockern sich die Gürtelschnallen. In den Gastgärten der Vorstadt-Wirtshäuser werden unter blühenden Kastanien manch zarte Bande gesponnen: Springt dann der Funke über, so sind die Herzen schnell entflammt.

Wo das Feuer der Liebe heiß emporlodert, dort dräut auch Verletzungsgefahr.
Und gerade dann, wenn die angebetete Flamme völlig kalt bleibt, kann mann sich die Finger besonders schwer verbrennen. Doch auch mit oberflächlich erkalteten Beziehungen ist nicht zu spaßen: Denn unter der Asche des Alltags glimmt so manches Glutnest, das – jäh entfacht – zu wahrhaft vulkanischen Ausbrüchen führen kann…
 

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