Umsonst

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Umsonst

Nix ist gratis, sogar der Tod kostet das Leben. Mindestens.

So ein voll ausgelebter Supergau stürzt ganze Regionen ins Verderben, und das nachhaltig.

Nebenbei: Wie viele Regionen gibt’s denn auf unserem Planeten? Oder mit anderen Worten: Wie viele Supergaus pack ma denn?

Aber weg vom globalen Inferno, hin zur individuellen Existenzangst: Ich kann mir nicht einmal mehr den Osterputz leisten.
Warum?
 
Weil alles, richtig, teurer wird. Nicht nur der Sprit, von dem alle reden, sondern auch die Semmerln und die Wurst.
Und, wichtig in diesem Zusammenhang, die Zeitungen.

Weil, jetzt hams mir wieder so ein super reduziertes Abo angehängt, das automatisch abläuft.

Hab ich geglaubt. Ist nämlich nicht automatisch abgelaufen. Hams mir automatisch verlängert. Kann ich aber jederzeit kündigen. Schriftlich. Sechs Wochen vor dem nächsten Monatsersten. Spätestens. Sonst noch ein Monat dazu. Zum Vollpreis. „Aber wollen Sie nicht vielleicht noch einmal verlängern? Wir haben da ein großartiges Angebot für Sie!“ Jetzt weiß ich, wie der KURIER das ganze Bahöö rund um die Romy-Verleihung finanziert. Nämlich mit sich automatisch verlängernden Abos bei unschuldigen Simmeringer Pensionistinnen.

Ja, sollen sie ruhig lesen, die ganzen Damen und Herren aus den Redaktionen: Es gibt auch die schmutzige Seite des Geschäfts.

Damit die ihre demokratische Pflicht und Freude in die Zeilen und unters Volk klopfen können, brauchts die Verkäufer! Die die Drecksarbeit an der Front verrichten.

 Was das jetzt mit dem Osterputz zu tun hat, ist allen Osterputzprofis schon beim Stichwort Zeitung eingefallen. Die braucht man nämlich zum Fensterputzen. Zusammengeknüllt als Vorreinigung der Scheiben.

Erst im zweiten Durchgang kommt das Fensterputzmittel zum Einsatz. Da dann mit Küchenrolle. Wo auch eine Chance bei den Zeitungsmachern liegt: Wie wärs, wenn man um den geschmalzenen Preis einer Tageszeitung das Papier ein bisserl weicher gestaltet? Im Idealfall „so sanft, dass man es blind erkennt“!

Das tät mir den Osterputz kostenfreundlicher gestalten,
danke!
 
Ihre
Frau Amalie Kratochwill

 

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