Premierenkritik: Stefan Eichberger - Retrospektiefe
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Premierenkritik: Stefan Eichberger - Retrospektiefe
Zeit is' wur'n
Wenn einer seine Kindheit überlebt hat, dann hat er was zu erzählen. Das weiß jeder von uns. Und wenn man dann in jenes Alter kommt, wo man langsam wieder anfängt, David Hasselhoff nicht mehr zu hassen, dann ist die beste Zeit für eine erste Rückschau.
Zu so einer Retrospektive lädt Stefan Eichberger ein, der dem Fahrer des "Knight Industrie Two Thousand" bzw. seiner Armbanduhr offenbar sehr zugetan war. Zumindest hatte er das Glück, vom freischwimmenden Strandläufer nicht auch noch in puncto Hairstyling beeinflusst worden zu sein, denn das übernahm ein ganz anderer, ebenfalls weltberühmter Herr, der bislang immer nur ohne Gitarre abgebildet wurde und zu den Wasserläufern gezählt werden kann. Doch wie das genau war, das lasse man sich von Stefan Eichberger selbst erklären.
Das lohnt sich nicht nur deshalb, weil man dann endlich Gelegenheit hat, sich auch über die Fortschritte in der österreichischen Hymnenentwicklung zu informieren, sondern weil der "Nachwuchs"-Kabarettist mit seinem ersten Programm locker auf sicheren Beinen steht. Und dass diese nun über die Kleinkunstbühnen der Welt wandeln werden, dafür aber nicht wirklich schmutzig tanzen können, das scheint sowieso von Anfang an ihre Bestimmung gewesen zu sein.
Wen also interessiert, ob Papa Schlumpf einen Waschbrettbauch hatte, welche Gefahren mit dem zu sorglosen Tragen von Mützen verbunden sind, oder was genau die Funktion eines Hackbretts und des Stangenturnens im Leben eines Teenagers ist, der erfährt in Eichbergers "Retrospektive" die ganze Wahrheit. In einem seiner Lieder singt der Steirer davon, dass es schön langsam spät wird - in Wahrheit wurde es für ihn Zeit!
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