Nutztiere

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Nutztiere

Außer den Menschen gibt es noch Tiere. Die allerdings, wenn sie sich Mühe geben, in den Rang von Nutztieren aufsteigen können.

Wenn wir Menschen uns richtig viel von Tieren erwarten, dann sind wir auch bereit, etwas in sie zu investieren. So ist mir neulich untergekommen, dass das drittwichtigste Nutztier des Menschen jetzt gefördert werden soll. Welches das ist?

Also die ersten zwei Plätze werden angeblich von Rind und Schwein belegt.
Die Bronzemedaille geht an….
… das Hendl?
Nein, obwohl es mit Frühstücksei und Chicken Wings schon sehr um unsere Aufmerksamkeit buhlt.
… das Hunderl?
Nein, auch wenn es uns (mit dem Sackerl in der Hand) stundenlang an der Leine durch die Natur zieht und den einen oder anderen unter einer Lawine hervorholt.
Auch Schaf, Ziege, Pute, Katze und Hamster belegen zwar regelmäßig unsere Teller oder Betten, haben den Platz aufs Stockerl verfehlt.

Übrigens: Auf Platz 127 im Nutztierranking liegt die gemeine Zecke. Ihre Existenz erlaubt zahlreichen Pharmamitarbeitern, Ärzten und Werbeagenturen das finanzielle Überleben.

Und der dritte Platz? Der dritte Platz in der Nutztierwertung geht an die Biene!

Da geht es nicht darum, dass wir neben der Butter und der Marmelade auch noch den Honig aufs Semmerl schmieren können.

Nein, weil: Außer den Menschen und den Tieren gibt es noch Pflanzen. Die wiederum, wenn sie sich Mühe geben, in den Rang von Nutzpflanzen aufsteigen können. Und dann besonders viel Zuwendung von uns Menschen bekommen.

Das reicht aber nicht immer. Weil an einer ganz wichtigen Form der Zuwendung scheitern wir Menschen ohne Hilfe. Es geht um die Fortpflanzung, die Bestäubung. Da sind die summenden Zeitgenossen die besseren Liebesdiener.

Und wer anderer als die Franzosen können wohl damit beauftragt werden, in dieser Frage zu helfen? Nach Plänen der EU-Kommission soll dort bis April ein EU-Referenzlabor zur Bienengesundheit entstehen.

Dabei geht es ja hauptsächlich um Schäden, die der Mensch verursacht, neben Milben sind Pestizide und Monokulturen den Bienen gefährlich.

Womit ich meinen Biologie-Vortrag für diese Woche auch schon wieder beenden darf. Vielleicht mit der Bitte unsere summenden Quälgeister in Zukunft mit etwas anderen Augen zu sehen….

Ihre
Frau Amalie Kratochwill
 

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