Meine Bank

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Meine Bank

Mittwoch, 11.02.2009 - 09:59 Uhr, Anfang
Sie, morgen um die Zeit hab ich ein Bankgespräch! Also wegen mir müsst es nicht sein, aber mein Kontobetreuer bettelt schon seit Monaten darum, und, damit die arme Seele ihre Ruhe hat, meinetwegen.
Ich sags offen heraus, ich bin ein Schweizer-Franken-Kreditnehmer! (keine Sorge, da ich schon seit 5 Jahren dabei bin und mein Tilgungsträger sehr konservativ gewählt wurde, bin ich trotz Krise noch im grünen Bereich)

10:04 Uhr
Darf ich kurz unterbrechen? Werter Leser, haben Sie zufällig ein paar Kreuzer auf der hohen Kante?
Ja! Na dann hab ich da was für Sie!
Nach dem Zusammenbruch der Investmentmärkte hat das Finanzgenie „Hopfs innere Stimme“ die Lage sondiert, analysiert und kapiert!
Mit Aktien, Fonds etc. lässt sich nix mehr verdienen. Virtuelles Geld könnens getrost vergessen.
Der Trend marschiert zurück ins Analoge.
Denkaufgabe bis zu meinem nächsten Kolumneneinstieg:
Suchen Sie einen analogen Markt, der stetig im Begriff ist zu wachsen, weiters ein großes Gefälle an Angebot und Nachfrage bietet und außerdem als krisensicher beschrieben werden kann. Geht schon:

10:11 Uhr
Da schau her, die innere Stimme wird zum Finanzhai….sehr interessant.
Zurück zu meiner Bank:
Mein Berater wird versuchen, mir nahezulegen, in den Euro zu wechseln, weil die Bank nur da zurzeit gescheit verdient. ABER: Gott sei Dank bin ich ja bei der Ersten (2, 7 Mrd vom Staat geborgt, (Anm. des Autors))
Sobald mein Berater den sorgenvollen Blick in seinen Computermonitor wirft, keine Ahnung was er da sieht, das ist wahrscheinlich das oft zitierte Bankgeheimnis, und ansetzen will mir Sorgen zu machen, schwups…steht mein Notebook auf seinem Schreibtisch und ich mach nur tz tz tz tz.
Im Idealfall wird er jetzt unrund und fällt aus seinem Verhaltensmuster.
"Guter Mann!", werde ich nun sagen, "Ihre Bank hat sich bei mir als Steuerzahler Geld geborgt, ebenso bei meiner Frau, meinen Kindern, meiner Mutter und auch dem Herrn Eckel….Besagte Personen, und noch etliche mehr haben mich mittels Vollmacht bemächtigt mit Ihnen darüber zu reden….wie schauts aus….Sicherheiten?"
Normalerweise müsste mein Bankbetreuer dann sagen: „Moment, ich bin ja auch Steuerzahler, genau wie sie….“
Worauf ich sage “Aha, sind wir also jetzt hier von Mensch zu Mensch, sehr gut, weil ich ja nicht glaube , dass Sie mir als Mensch tatsächlich raten würden zur Zeit vom Franken in den Euro zu wechseln, oder ?“

10:20 Uhr
Sehr gute Strategie Hopf, sehr gut!
Zurück zu uns, haben Sie nachgedacht?
Noch ein Tipp: Es wird in unserer westlichen Welt zu schnell defekt und woanders oft noch völlig intakt weggeworfen….Ha?
Organe! Genau!
Glauben Sie mir, die Nachfrage nach Nieren, Leber etc. steigt gewaltig.
Verstehen Sie mich nicht falsch.
Organe in Rumänien zu kaufen und hier gleich wieder zu verhökern ist nix neues , aber doch ein Mickey Maus Geschäft. Wegen dem bisserl Gewinnspanne zahlt sich das nicht aus.
Ich spreche hier von Spekulationsgeschäften!
Der Nierenpreis in 20 Jahren wird ein hundertfacher sein.
Darum mein Rat: Heute schon zuschlagen.
"Ja, aber die Lagerung!", werden sie sagen.
"Danke für die Frage", sag ich da! Kaufen Sie deshalb das Gesamtpaket.
Dimitri (2 Nieren, 1 Leber Herz Lunge etc.)
„Aber wie kontrolliere ich, ob mir dieser Dimitri in Rumänien meine Leber nicht kaputt säuft ? „ fragen Sie nun völlig zu Recht.
Sehr gut, Sie denken bereits wirtschaftlich.
Da man nicht sicher sein kann, wie der Objektträger mit Ihrem Eigentum umgeht, empfehle ich dringendst, Dimitri rüber zu holen.
Die entstehenden laufenden Kosten, wie Essen etc. kann man durch gezielten Einsatz (Gartenarbeit, Häuslbau, Putztruppmitarbeiter…) abfedern, wobei darauf zu achten ist, dass besagte Tilgungsträger nicht das Stammkapital (Organe) schädigen.
Sollte sich keine Arbeit für Dimitri finden, kann auch ein wenig Blutplasma seinerseits zur Kostendeckung herangezogen werden. (Erneuerbare Zinsenergie)
Bei Interesse posten Sie Ihre Fragen unter der Kolumne.
Fest steht, dass durch solche Aktionen , dem schwer in Verruf geratenen Zweig Investment wieder ein humanes Antlitz gegeben wird.

Pepi Hopf
 

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