Kleine Racker
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Eine gut funktionierende Justiz lässt die Opfer so lange allein, bis sie selber Täter werden, und sperrt sie dann ein. Konsequenterweise fordert der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) die Ausweitung des Jungendstrafrechts auf Kinder, das würde zwangsläufig zu Haftstrafen für Lausejungen führen. Eine solche Maßnahme wäre schon deshalb sinnvoll, weil Herr Koch selber durch die Streichung von Hilfsprojekten für straffällige Jugendliche dafür gesorgt hat, dass die jetzt anderweitiger Beaufsichtigung und Betreuung bedürfen. Rückfallquoten von über 80% garantieren dann in weiterer Folge, dass ihnen diese ein Leben lang gesichert bleibt, und wir können uns endlich wieder auf die Straße trauen. Zu erwägen wäre allenfalls, ob man es überhaupt so weit kommen lassen will. Sollten wir nicht Kinder aus belastetem familiärem Umfeld sofort in Verwahrung nehmen - der Großteil jugendlicher Gewalttäter hat selber Gewalt in der Familie erfahren. Wenn wir also alle geprügelten Knaben ins Gefängnis stecken, sobald sich der erste Bartschatten zeigt, ersparen wir uns unschöne Schlagzeilen.
Auslöser für den Vorstoß Herrn Kochs war ein verstörender Vorfall in München kurz vor Weihnachten, zwei Jugendliche aus Migrantenfamilien malträtierten einen Pensionisten mit bestialischer Gewalt in einer Parkgarage. Das Überwachungsvideo, wieder und wieder im Fernsehen gezeigt, hat dann unseren Nachbarn das Warten aufs Christkind verkürzt. Insbesondere Roland Koch hätte sich kein schöneres Geschenk für seinen Wahlkampf wünschen können Gegen prügelnde Türken sind die tschetschenischen Flüchtlinge, die Erwin Pröll unterm Christbaum gefunden hat, zum Schmeißen. Der mutmaßliche Haupttäter war übrigens mit zwölf Jahren sogar ein Jahr lang in einem Kinderheim untergebracht worden, um dem prügelnden Vater zu entgehen - und was hat es genützt? Kaum wieder in die häusliche Betreuung entlassen, begann er selber mit einer Deliquienten-Karriere! Die Mühe (und das Geld!) hätte man sich sparen können!
Der "Spiegel" hat im Zuge dieser Diskussion seine letzte Ausgabe der "gefährlichsten Spezies der Welt" gewidmet, den jungen Männern, insbesondere jungen Männern mit Mitgrationshintergrund. (Ein Pedant würde hier vielleicht kleinlich einwenden, dass weder Geschlecht noch Alter noch soziales Umfeld irgendetwas mit der Definition einer biologischen Art zu tun haben, aber das soll uns nicht weiter belasten.) Dort wird u.a. die Hormon-Theorie vorgestellt, in deren Mittelpunkt das Testosteron steht: "der Stoff, der Kriegsherren, Top-Manager oder Killer macht".
In einem weiteren Artikel in der gleichen Ausgabe wird übrigens festgestellt, dass Testosteron witzig macht und viel Testosteron sogar unwiderstehlich. Nicht unbedingt ein Widerspruch, Geschmäcker sind ja verschieden.
In diesem zweiten Artikel geht es um den Zusammenhang zwischen Geschlecht und Humor, hauptsächlich werden die Thesen eines pensionierten Dermatologen aus Norwich - Männer sind witziger. - und einer Humorforscherin aus Conneticut - Frauen sind definitiv witziger - gegenübergestellt. Und zur Auflockerung werden beide Standpunkte mit einer Reihe von Witzen illustriert.
"Gott gab den Menschen Intelligenz. Ausnahmen bekamen die Regel. Männer - sofern sie unter sich sind - lachen Tränen über solche Witze."
Ich habe den Witz gleich im Büro ausprobiert, die Kollegen wiehern immer noch.
Falls Sie einen Schreibtisch frei haben, dann schreiben Sie mir doch bitte. Ich bin grade auf der Suche nach einem neuen Arbeitsumfeld.
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