Heilsgedanken
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Bekehre dich, Israel, zu dem HERRN, deinem Gott; denn du bist gefallen um deiner Missetat willen (Hosea, 14.1).
Liebe Brüder und Schwestern!
Allerorten erklingt nun wieder am Karfreitag das inbrünstige Flehen um die Erleuchtung jenes Volkes, das in seiner Verstocktheit die wahrhaftige Lehre unseres - und seines! - Erlösers leugnet, das sich seit zwei Jahrtausenden den liebevollen Ermahnungen der Kirche verschließt und das auf eben jenen Messias hoffen, an dem es schon einmal so tragisch gescheitert ist.
Wie weise und gerecht war nicht die Entscheidung des Heiligen Vaters, auch dieser Menschen Heil wieder in die Gebete einzuschließen! Wie glücklich sollten wir sein! Nach Jahrzehnten der, sprechen wir es ruhig ganz offen aus, übertriebenen Rücksichtnahme, herrscht nun endlich wieder jene Klarheit, die nur der Wahrheit Licht schafft!
Natürlich hat die Entscheidung den obligaten Widerspruch unverbesserlicher Ewig-Gestriger hervorgerufen, die beim Zweiten Vatikanischen Konzil stehen geblieben sind, als ob es seitdem keine neuen Erkenntnisse gegeben hätte. Ein Konzil ist, wie die ganze Kirche, auch das Werk irrender, suchender Menschen, und gerade in der Judenfrage sieht sie sich immer wieder mit ihrer Fehlbarkeit konfrontiert - kann es denn wirklich der Göttliche Wille sein, dass wir aus eine falsch verstandenen Toleranz heraus der schrecklichsten Verblendung mit aufrichtigem Respekt begegnen? Verwechseln wir hier nicht Toleranz mit - Feigheit?
Und dabei hatte es doch so ausgesehen, als ob wir hier einen Schritt weiter gekommen wären! Erinnern wir uns nur an den verstorbenen Johannes Paul. Hat er nicht mit der Seligsprechung von Pius IX hier ein wichtiges Signal gesetzt - eben jenes Pius, der durch die Wiedereinführung des Ghettos für die Römischen Juden noch im Jahr 1850 mutig jenem Zeitgeist trotzte, mit dem eine sogenannte Aufklärung die Weisheit der Jahrhunderte hinwegwehte? Hat nicht eben jener Pius durch die Entführung jüdischer Kinder gezeigt, wie man mit diesen Leuten umgeht - wenn sie einem wahrhaftig am Herzen liegen! - ungeachtet aller Proteste?1
Und so wollen auch wir uns nicht beirren lassen! Im Gegenteil! Sehen wir diese Entscheidung als ersten Schritt, auch anderen bedenklichen Entwicklungen entgegenzutreten!
Ich darf Sie daher recht herzlich zu unserem Lesekreis einladen. Nächste Woche befassen wir uns mit der Bulle "Summis desiderantes", in der Papst Innozenz VIII uns vielleicht so manchen wertvollen Denkanstoß zur Stellung der Frau liefert2.
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