Deutscher Kleinkunstpreis 2010

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Deutscher Kleinkunstpreis 2010

Die vom unterhaus berufene Fachjury hat in Mainz die Preisträger gewählt, die mit dem DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2010 ausgezeichnet werden. Dieser Preis wurde vor 38 Jahren vom Mainzer Forum-Theater unterhaus gestiftet. Der 1. Preisträger im Jahre 1972 war der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch.

Der DEUTSCHE KLEINKUNSTPREIS ist der älteste deutsche Preis, der in den Sparten Kabarett, Chanson/Lied/Musik und Kleinkunst verliehen wird und mit jeweils € 5.000 dotiert ist. Den mit € 5.000 dotierten Förderpreis stiftet die Stadt Mainz, den ebenfalls mit € 5.000 dotierten, ab 2008 vergebenen Ehrenpreis stiftet das Land Rheinland-Pfalz.

Der DEUTSCHE KLEINKUNSTPREIS ist mit insgesamt € 25.000 der höchst dotierte Preis seiner Art in Deutschland
und gilt zugleich als die bedeutendste Auszeichnung auf allen Gebieten der Kleinkunst.Dies ergibt sich allein aus der Liste der bisherigen Preisträger.

Die Preisverleihung findet am 21. Februar 2010 um 20 Uhr im Mainzer Forum-Theater unterhaus statt.

Die Preisverleihung wird gesendet von 3sat (SO, 7. März 2010 / 20.15 Uhr) und ZDF (Termin noch nicht bekannt).


Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2010
in der Sparte Kabarett erhält
das Erste Deutsche Zwangsensemble.

Damit zeichnet die Jury ein junges Kabarett-Trio aus, das mit ungebremster Spielfreude, entwaffnendem Witz und zielgerichteter Provokation eine raffinierte Form des Ensemblekabaretts auf die Bühne bringt. Die drei Solisten Mathias Tretter, Claus von Wagner und Philipp Weber ergänzen sich im Zusammenspiel durch ihre Unterschiedlichkeit auf ideale Weise.

Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2010
in der Sparte Chanson/Lied/Musik erhalten
Tina Teubner und Ben Süverkrüp.

Damit zeichnet die Jury ein Chanson-Duo aus, das hintergründig, forsch und frech die Abgründe menschlicher Beziehungen auslotet. Ihr neues Programm "Aus dem Tagebuch meines Mannes" ist virtuos, anrührend und politisch völlig inkorrekt. Die Musikalität der beiden und Tina Teubners spitzbübisches Lächeln lassen ein Gesamtkunstwerk entstehen, bei dem jeder selbst die größte Gemeinheit noch gerne annimmt.

Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2010
in der Sparte Kleinkunst erhält
Olaf Schubert.

Damit zeichnet die Jury einen Verfremdungskünstler aus, einen Weltverbesserer im schaurigen Rauten-Pullunder, der an sich selbst scheitert. Er wehrt sich erfolgreich – mit seiner allmählichen Verfertigung der Gedanken beim Stottern.
In seinen Geschichten redet er sich um Kopf und Kragen und erklärt jenen die Welt, die alles wissen, aber nichts verstehen.

Den Förderpreis der Stadt Mainz
zum DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2010 erhält
Matthias Egersdörfer.

Damit zeichnet die Jury einen mittelfränkischen Misanthropen aus, der aus der wahren Ursache für seinen cholerischen Charakter ein höchst amüsantes Geheimnis macht. Egersdörfers Tour de Force im grantelnden Dialekt, begleitet von explosiven Zornesausbrüchen, bewegt sich durch den Dschungel von Drogen, Gelbwurst
und Al-Qaida.

Den Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz
zum DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2010 erhalten
Henning Venske und Jochen Busse.

Damit zeichnet die Jury zwei legendäre Urgesteine aus, die aktuell, zusammen mit dem Akkordeonspieler Frank Grischek, ein quicklebendiges, hochspannendes politisches Kabarett machen – ebenso geistreich wie belebend.
Zwei Profis, angriffsfreudige Satiriker und komödiantische Kabarettisten, produzieren Erkenntnis-Spaß für Kopf und Herz.

 

Ute Nebel
Vorsitzende der Jury

 

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