Der Deutsche Kleinkunstpreis 2009

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Der Deutsche Kleinkunstpreis 2009

Der DEUTSCHE KLEINKUNSTPREIS ist der älteste deutsche Preis, der in den Sparten Kabarett, Chanson/Lied/Musik und Kleinkunst verliehen wird und mit jeweils € 5.000 dotiert ist. Den mit € 5.000 dotierten Förderpreis stiftet die Stadt Mainz, den ebenfalls mit € 5.000 dotierten, ab 2008 vergebenen Ehrenpreis stiftet das Land Rheinland-Pfalz.

Der DEUTSCHE KLEINKUNSTPREIS ist mit insgesamt € 25.000 der höchst dotierte Preis seiner Art in Deutschland
und gilt zugleich als die bedeutendste Auszeichnung auf allen Gebieten der Kleinkunst.
Dies ergibt sich allein aus der Liste der bisherigen Preisträger.

Die vom unterhaus berufene Fachjury hat in Mainz die Preisträger gewählt,
die mit dem DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2009 ausgezeichnet werden. Dieser Preis wurde vor 37 Jahren vom Mainzer Forum-Theater unterhaus gestiftet. Der 1. Preisträger im Jahre 1972 war der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch.
 

Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2009
in der Sparte Kabarett erhält
Wilfried Schmickler.
Damit zeichnet die Jury einen politischen Kabarettisten aus, der mit ungeheurer Wucht wie mit dem Beil das Publikum spaltet, weil er gnadenlos die politische Klasse richtet. Seine Wut ist echt, seine Fähigkeit, sie in Worte zu fassen, von subtiler Perfidie. Als Überzeugungstäter einfach überzeugend.

Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2009
in der Sparte Chanson/Lied/Musik erhält
Sebastian Krämer.
Damit zeichnet die Jury einen Liedermacher aus, der in Text und Musik weniger
die Welt aburteilt als zu phantasieren, was sonst noch alles denkbar wäre. Er treibt
in seinen Liedern die Wirklichkeit in den Wahnsinn und den Wahnsinn paßt er geschmeidig ins Alltägliche. Seine Haltung zu Sinn und Unsinn zeigt er damit genauso wie die Weltsicht seiner Generation.

Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2009
in der Sparte Kleinkunst erhält
Jochen Malmsheimer.
Damit zeichnet die Jury einen Wortfechter aus, der Zustände und Ereignisse pointiert bis zur Kenntlichkeit zerlegt. Ein Konstrukteur der Sprache, der seine Themen
in grandiosen Satzbauten unterbringt und dabei mit stimmlicher Virtuosität
die Innenräume wie die Außenwelt erleben läßt.

Den Förderpreis der Stadt Mainz
zum DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2009 erhält
Uta Köbernick.
Damit zeichnet die Jury eine Künstlerin aus, eine Multiinstrumentalistin und talentierte Schauspielerin, die mit sprachlicher Präzision und beiläufiger Poesie
ihre Welt auf der Bühne entfaltet. Dabei erscheint sie gleichermaßen naiv wie weise und versteht es doch, mit ihrer Sicht immer wieder aufs Neue zu verblüffen.

Den Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz
zum DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2009 erhält
der Kabarettist Gerhard Polt.
Damit zeichnet die Jury das Prinzip des abschreckenden Beispiels aus, dargestellt von einem gestandenen Mannsbild mit einem gescheiten heiligen Zorn. Er hat uns Deutschen oft genug vorgeführt, wie wir wirklich sind.
Und das immer wieder. Wirklich: Gerhard Polt!

 

Die Preisverleihung findet am 1. März 2009 um 20 Uhr im Mainzer Forum-Theater unterhaus statt.
3sat sendet die Preisverleihung am 14. März 2009 um 20.15 Uhr

Bildbeschreibung:
Am Samstag, 1. November, gab es die restlos ausverkaufte und gefeierte Wien-Premiere von Uta Köbernicks Solo "Sonnenscheinwelt". Am Montag, 3. November gab es den nicht minder umjubelten ersten Wien-Auftritt von Jochen Malmsheimer - im Rahmen des Trio-Projekts "selbdritt" mit Brix und Gunkl.
Dazwischen, am Sonntag 2.11., trafen sich Köbernick und Malmsheimer zufällig in der "Kulisse", um sich Gunkls aktuelles Programm "Verluste" anzuschauen.
Und sie stellten eine erfreuliche Gemeinsamkeit fest: Soeben hatten sie erfahren, dass sie beide einen "Deutschen Kleinkunstpreis 2009" bekommen. Entsprechend der Gesichtsausdruck...

Peter Blau
 

 

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