Resetarits-Tribute: Volle Stadthalle, bald im TV

Es war ein Kabarett-Feuerwerk, das am Montag in der Wiener Stadthalle gezündet wurde. Vor vollem Haus gaben sich die Großmeister der Szene die Klinke in die Hand, um Jubilar Lukas Resetarits gebührend zu feiern. Wer nicht dabei war, kann am 7. Dezember bei ORFeins die Highlights genießen.

Hader, Dorfer, Düringer, Niavarani, Vitásek, Steinhauer, Stipsits, Eckel: Es war ein Gipfeltreffen der Kabarett-Großmeister. Der Grund dieser hochkarätigen Zusammenkunft: Lukas Resetarits wurde heuer 65 und begeht zugleich sein 35-jähriges Bühnenjubiläum. Aus diesem Anlass traf man sich am Montag (26. 11.) in der Wiener Stadthalle und ließ die legendärsten Nummern des Kabarettisten wieder aufleben. Der Meister selbst moderierte gemeinsam mit Bruder Willi Resetarits, griff aber auch immer wieder aktiv in das Geschehen auf der Bühne ein.

Das Publikum in der nahezu ausverkauften Stadthalle durfte sich über zahlreiche Höhepunkte freuen. Da waren etwa Thomas Stipsits und Klaus Eckel, die mit "Tschuch-Tschuch" die Resetarits-Nummer schlechthin neu interpretierten. In der zweiten Hälfte setzte der Jubilar gemeinsam mit Michael Niavarani noch einen drauf: Sie begeisterten mit einer Fortsetzung, in der sich die beiden Protagonisten des Sketches als mittlerweile pensionierte Staatsbürger im Park wiedertreffen. Alfred Dorfer und Roland Düringer nahmen sich eines weiteren Klassikers an und schlüpften in Jagdtracht und in die Rollen von "Tanno und Wildo im Golf-Biotop".

Erwin Steinhauer, als "langjähriger, nicht alter Freund" anmoderiert, brachte im feinen Burgtheater-Deutsch die "Ode an die Burenwurst"; Klaus Eckel erzählte höchst komisch über Tiere; Josef Hader sorgte für nachdenkliche Momente, als er gewohnt knochentrocken über Atombombe und Strahlung referierte und später gemeinsam mit Kollegen Dorfer das "Lied vom Ende des Kabaretts" vortrug. Als nach knapp dreieinhalb Stunden die Brüder Resetarits, begleitet vom "Stub'nblues" und allen Mitwirkenden noch "Die Welt ist voller Narren wie mir" intonierten, war längst klar: Über diesen Abend wird man noch lange sprechen.

Als Draufgabe überreichte der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny Resetarits im Rahmen der Aftershow-Party noch den "Goldenen Rathausmann", bevor bis zum frühen Morgen gefeiert wurde.

 

Tipp für alle, die am Montag nicht in der Stadthalle sein konnten oder den Abend noch einmal Revue passieren lassen möchten: Am 7. Dezember 2012 zeigt ORFeins um 20:15 unter dem Titel "Lukas Resetarits & Friends" einen eineinhalbstündigen Zusammenschnitt der Veranstaltung.

Artikel vom 28.11.2012, 17:25 Uhr · rb
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