Bei Klaus Eckel ist wieder alles bestens, aber...

Heute Abend (14.9., 23:05 Uhr) zeigt ORF eins das Erfolgsprogramm "Alles Bestens, aber...". Wir haben uns bei Klaus Eckel nach der Großartigkeit der Unzufriedenheit erkundigt.

Wirst du dir am Freitag selbst im TV zusehen?

Nein, o Gott, niemals! Ich finde das im Zweifelsfall schrecklich! Ich glaube viele Menschen würden sofort kündigen wenn Sie sich bei der Arbeit zusehen könnten. Ich zähle mich dazu.

Dein Programm "Alles bestens, aber..." ist eine Liebeserklärung an die Unzufriedenheit. Macht dich die Unzufriedenheit glücklich? 

Natürlich, vor allem wenn man sie teilt. In Jammergruppen habe ich schon sehr viele schöne Abende verbracht.

Österreich ist ja dank seiner politischen Figuren und bedingt durch die landestypische Mentalität ein sehr guter Nährboden für das Thema "Unzufriedenheit". Bietet das Thema genug Material für ein weiteres Programm oder gehen deine Ideen fürs nächste Programm in eine andere Richtung?

Faymanns, Spindeleggers, Straches kommen und gehen. Mir ist die Lust vergangen mich an Ihnen zu reiben. Vielleicht hatte ich Sie auch nie. Mir fällt da immer der großartige Satz von Gerhard Polt ein: "Mich interessiert nicht das Aktuelle, sondern das Akute"

Parallel zu "Alles Bestens, aber..." spielst du mit Günther Lainer sehr erfolgreich das Programm "99". Manche sehen in euch bereits das neue Traumpaar der Marke Farkas/Waldbrunn. Gibt es schon Pläne für eine Fortsetzung?

Wir sind kein Traumpaar, weil wir immer wieder kurz vor der Scheidung stehen. Günther ist mein humoristischer Lebensabschnittspartner. Ich weiss nur, dass er für mich wirklich sehr viel empfindet. Deswegen fühle ich mich für ihn verantwortlich.

2010 hast du als erster österreichischer Kabarettist seit 10 Jahren einen Award beim deutschen Kabarettpreis erspielt. Was meinst du: Wirst du in Deutschland so gut aufgenommen weil man dich dort versteht oder weil man dich dort nicht versteht?

In Deutschland gibt es meistens einen anderen Zugang zum Humor. Sehr viele Kabarettisten erklären dem Publikum dort die Welt. Das kommt dort auch gut an.
Vielleicht weil ich gerade das nicht mache, besetze ich eine kleine Nische.

Kürzlich wurde in einem Interview das Fehlen von nachstrebenden Kabarett-Künstlern bedauert. Wie beurteilst du die Lage: Gibt es ein Defizit an neuen Talenten?

Nein, ich habe vor kurzem einem Paul Pizzerra oder dem Bernie Magenbauer zugesehen. Mir hat beides sehr gut gefallen. Leider.

 

Bereits seit 2010 spielt KLAUS ECKEL sein Programm "Alles bestens, aber...". Alle Termine und Informationen darüber finden Sie im KABERETT.at Terminkalender.

Seit Anfang 2012 steht KLAUS ECKEL auch mit GÜNTHER LAINER mit "99" auf der Bühne. Die Termine dafür finden Sie hier, den Trailer können Sie hier bestaunen:

 

Artikel vom 14.09.2012, 09:13 Uhr · adl
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