"Papierkorblieder" mit RaDeschnig, Binder, Schöller

Lieder gehören seit den Urzeiten zu den elementaren Bestandteilen der österreichischen Kleinkunst. Speziell die jüngere Generation nimmt sich in letzter Zeit wieder vermehrt der Gattung an und erweitert sie um ganz neue Aspekte. RaDeschnig, Vinzent Binder und Rudi Schöller präsentieren nun in einen gemeinsamen Musikprogramm Auszüge ihres Schaffens.

Kabarettistische Lieder haben ihren eigenen Schädel. So heißt es in der Akündigung zu den "Papierkorbliedern", die nun erstmals in Wien zu sehen und zu hören sind. Während die einen unbedingt ins Programm wollen, halten sich die anderen da lieber raus. Manche verstehen sich auf Anhieb mit jedem, manche bleiben ganz für sich alleine. Seien es nun Herdentiere oder Einzelgänger, Ruhepole oder Rampensäue: Sie alle stehen an diesem Abend im Rampenlicht und haben das besondere Vergnügen, von RaDeschnig, Vinzent Binder und Rudi Schöller interpretiert zu werden.

"Binder, Schöller und die Radeschnigs bilden eines der ungewöhnlichsten Ensembles des jungen österreichischen Kabaretts", sagt einer, der es wissen muss, nämlich Altmeister Leo Lukas über die vier. "Gerade weil sie verschiedener kaum sein könnten, ergänzen Sie einander auf ganz wunderbare Weise." Man darf sich also auf einen Liederabend der Extraklasse freuen.

Zu den Beteiligten: Das Duo RaDeschnig steht für unorthodoxes Musikkabarett. Entgegen dem Trend in ihrer Kärntner Heimat haben sich die beiden Zwillingsschwestern der anspruchsvollen, mitunter auch morbiden Kleinkunst verschrieben. Am 30. Jänner präsentieren sie erstmals ihr drittes gemeinsames Programm "Experimensch -Das Magazin". Bei den "Papierkorbliedern" sind die Gewinnerinnen des Grazer Kleinkunstvogels 2010 an Piano, Klarinette, Gitarre und Akkordeon zu hören.

Vinzent Binder kommt aus Oberösterreich und konnte österreichweit mit seinen satirischen "Liedern vom Menschsein" reüssieren. Der virtuose Pianist überlagert darin mit süßlichen Melodien die oft ironisch-bitteren Inhalte und durchleuchtet viele Facetten des teils hirnentleerten menschlichen Daseins. Dafür wurde auch er mit dem Grazer Kleinkunstvogel bedacht (2012). Neben seinem Stamminstrument, dem Piano, spielt er an diesem Abend auch das Cajon.

Rudi Schöller ist den meisten aktuell wohl in seiner Rolle als stummer Kammerdiener Vormärz in der ORF-Show "Wir sind Kaiser" bekannt. Außerdem ist seit vielen Jahren die Kabarettbühne sein Zuhause, zur Zeit mit dem Programm "Was kostet die Welt?". An der Preisefront kann er auf den Deutschen Kleinkunstförderpreis verweisen, und im Ensemble der "Papierkorblieder" spielt er Gitarre und Cajon.

Die Wien-Premiere der "Papierkorblieder" findet am 22.01.2014 um 20:00 Uhr im AERA, Gonzagagasse 11, 1010 Wien statt. Tickets: www.aera.at Weitere Termine hier

Artikel vom 15.01.2014, 12:57 Uhr · rb
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